Zurück in die Finanz-Zukunft
00:00:00: In der vierunddreißigsten Folge der Geldgeschichte fragen wir nach dem Warum, der damals größten Pleite der amerikanischen Wirtschaftsgeschichte.
00:00:07: Und danach was wir als Privatanleger daraus tatsächlich heute noch lernen können!
00:00:28: Herzlich willkommen zu den Geldgeschichten.
00:00:30: mein Name ist Gimens Faustnamer
00:00:31: und ich bin Luis Pazos.
00:00:33: Wir sind zwei Finanzblogger und haben die beiden schönsten nehmensachende Welt nämlich Geld- und Geschichte miteinander kombiniert und reisen dafür alle zwei Monate zurück in die Finanzzukunft.
00:00:44: Clemens, stell dir vor du investierst in eines der angesehensten Unternehmen der Vereinigten Staaten Nummer sieben der Fortune-Fivehundert.
00:00:53: mehr als ein hunderte Milliarden Dollar Umsatz von Fortune sechs Jahre hintereinander zum innovativsten Unternehmen Amerikas gekürt.
00:01:02: Wallstitch Analysten empfehlen die Aktien zum Kauf Die Wirtschaftsprüfer bestätigen alle Zahlen Du investierest und wenig später ist das Unternehmen faktisch wertlos.
00:01:14: Genau das geschah vor twenty-fünf Jahren bei Enron, dass beunruhigende an der Geschichte ist.
00:01:21: viele der damaligen Fehler sowohl auf Unternehmens als auch Auf Anleger Ebene die können wir heute genau so gut machen.
00:01:30: daher wollen wir unseren Fluxkompensator anwerfen und Zurückgehend in das Jahr two-tausend eins bzw.
00:01:39: das Jahr nineteenhundert, fünfundachzig zu den Wurzel von Enron!
00:01:45: Also Luis es ist der Fake News die du hier erzählst.
00:01:47: Enron?
00:01:48: Das gibt's doch noch... Außer dieser Zahlen middeln spielen wir da irgendwo falsche sein.
00:01:53: aber im Dezember zweihundzwanzig tauchte über Justen eine Werbetafel auf.
00:01:57: Wir sind zurück.
00:01:58: können wir reden!
00:01:59: Enron.
00:01:59: ein ganz vertrautes Logo kannst nur erinnern ein Schreck geschäftes E in rot grün und blau.
00:02:03: Das kommentiere ich doch glatt mit Justen.
00:02:06: Wir haben ein Problem!
00:02:08: Ja, tatsächlich!
00:02:11: Es ist ja eine lustige Art nicht total.
00:02:13: Natürlich Enron – die große Bleite vor dem jährlichen Jahr, das fragwürdige Jubiläum, warum wir uns diesen Fall heute herausgepickt haben.
00:02:20: Aber letztlich und es ist die wirklich skurrile Geschichte dahinter nämlich im Jahr hat er einen kleinen Firma aus Ackensau gekauft.
00:02:27: Die Markenrechte an Enron.
00:02:30: Was glaubst du?
00:02:30: Wie viel haben sie dafür bezahlt?
00:02:31: War's
00:02:31: vielleicht der berühmte Dollar?
00:02:34: Es waren immerhin zweihundertfünfundsiebzig US-Dollar, die ein gewisser Honor Galos hingelegt hat.
00:02:40: Der ist übrigens auch bekannt wegen seiner satirischen Verschwörungstheorie mit Birds Aren't Real.
00:02:46: Also es gibt keine Vögel nämlich er meint dass die US Regierung die Vogel durch Drogen ersetzt hat.
00:02:51: Das ist kein Scherz!
00:02:52: Er hat nämlich durch die Bewegung auch relativ viel Kohle verdient indem er T-Shirts verkauft hat Auf jeden Fall Ende der Jahrzehnte.
00:02:58: Also, exakt eigentlich, um die Jahre nach Insolvenz im zweiten Dezember hat dieser Gados mit Werbetafeln ganzzeitig den Honor anzeigen in Imused Chronicle aber auch in Hochkranz-Werbefilmen quasi Änderung wieder auf verstehen lassen und dann aber einen Kleingedruckten darauf verwiesen auch auf seiner Website.
00:03:18: ja das ist Ganze durch die Verfassung, US-Verfassung meines Freiheit geschützt ist und damit auch geschützte Parodie und Performance Kunst ist.
00:03:25: Interessant!
00:03:26: Performance Kunst eine gewisse Performance Kunst hat ja auch Enron selber hingelegt wenn man das so sagen mag.
00:03:34: aber Clemens kannst du dich selber noch an den Fall Enron erinnern?
00:03:39: Nein tatsächlich nicht weil es war genau... zwei Jahre, drei Jahre bevor ich zum Investieren begonnen habe und mich auch wirklich vertieft mit Wirtschaft auseinandergesetzt habe.
00:03:50: Damals war ich damals ein Jahrzehnte.
00:03:56: Dieser Fall war mir nicht bekannt aber einen Fall der dann glaube ich keine zwölf Monate später oder vierundzwanzig Und eigentlich dann die größte US-Bleite, die damals auch Enron abgelöst hat.
00:04:08: Nämlich Worldcom und das kann man noch erinnern.
00:04:10: Also mir ist tatsächlich Enron noch sehr gut im Gedächtnis behaftet.
00:04:16: Das liegt natürlich daran... also erstens bin ich ein bekannter Massenzweidrei Jahre älter und war da schon immer so amorgiert.
00:04:26: Enron Aktien hatte ich allerdings nicht in Depot Aber bei den Leuten meiner Generation, da wahrscheinlich auch ist ja Enron so ein Synonym für Bilanzbetrug, Unternehmens- und Politikversagen.
00:04:40: Ich glaube das macht auch den Scharmen anstrichen des Falles aus.
00:04:45: Das eigentlich Interessante ist ja auch, dass Enron war ja nicht irgendeine dubiose Pommesbude wo irgendwelche Zahlen falsch verbucht wurden sondern eben eines der größten angesehensten Unternehmen der Vereinigten Staaten und zwar auf vielen Ebenen.
00:05:00: Er war natürlich aus von der Politik gehetschelt – von den Aktionären sowieso aber auch von den Mitarbeitern wie eben gesagt.
00:05:06: im Jahr zweitausend da meldete er Konzerne noch oder für das Jahr zweitausend hier noch einhundert-eins Milliarden Dollar Umsatz Und das Geschäft war ja auf dem Papier erstmal ganz banal.
00:05:18: Enron handelte mit Gas, mit Strom, Betrieb Pipelines dann drumherum paar Finanzdienstleistungen, Risikomanagement Telekommunikation waren ja auch engagiert.
00:05:27: Das war eine der Zukunftstechnologien.
00:05:30: Mobilfunk und Internet Breitbandanschlüsse War damals noch ein bisschen in Kinderschuhen.
00:05:36: Also Enron war ja ein Zukunftskonzert.
00:05:39: Wir werden nachher auch sehen wie weit die tatsächlich gedacht haben.
00:05:44: Was ich auch bemerkenswert finde, ist... Ich meine so Rückblicken sieht ja im Betrugsfall immer offensichtlich aus.
00:05:50: Man sieht zum Trümmerfeld das übrig geblieben ist und dann fragt man sich naja wie konnte das eigentlich übersehen werden?
00:05:59: Und wie konnten Anleger überhaupt da Geld investieren?
00:06:03: Aber Anlegers treffen die Entscheidungen eben nicht rückblücken oder in Sinne von Wir können das Leben halt noch vorwärts leben, aber nur rückwärz verstehen.
00:06:15: und dass wir heute mal am Fall Enron aufdröseln.
00:06:20: Und vor dem Hintergrund gibt es so einige Fragen die wir heute in Instagram beantworten werden nämlich das erste wo kam Enron überhaupt her?
00:06:28: Die sind ja auch nicht aus dem Nichts entstanden.
00:06:29: In welchem Börsenumfeld das Unternehmen aufgestiegen ist Das ist ein ganz entscheidender Faktor.
00:06:34: Wie wurde aus einem langweiligen Pipeline-Betreiber eines der gefeiertesten Unternehmen.
00:06:40: Warum brach das Unternehmen in ein weniger Monate zusammen?
00:06:43: Was macht den Konkurs so außergewöhnlich?
00:06:45: und vor allem was können wir als Anleger daraus lernen.
00:06:47: Einige der wichtigsten Lehren hier, die haben auch jetzt nichts mit Bilanzierung zu tun, obwohl das Unternehmen natürlich darüber gestolpert ist!
00:06:53: Ja Clemens, magst du uns denn mal mit zurücknehmen zu dem zarten Anfängen von Nornen?
00:06:58: Da tauchen wir tatsächlich in jedes Jahr ein, dass mein Geburtsiadra steht nämlich in Und da warst du ja auch erst zwei, drei Jahre alt.
00:07:07: Wie wir gerade vorher erläutert haben.
00:07:09: Auf aller Stelle zu dieser Zeit.
00:07:11: Wir sind eigentlich wieder schon gesagt, dass zwei sehr langweilige Unternehmern zusammengegangen haben fusioniert nämlich die Houston National Gas aus Texas kann man aus dem Namen gut ablesen und auch die Internorf aus Omaha, Nebraska.
00:07:24: Nebraska kennen wir vor allem wegen Warren Buffett aber auch wegen einer unserer hervorgehenden Geldgeschichten über die erster Transkonzentrale Eisenbahn, der eben so in Omaha eine wichtige Rolle spielt.
00:07:41: Ja auf alle.
00:07:42: Beide waren im Besitz von sehr großen Netzwerken an Erdgas Pipelines und es ist ja auch lustig ein und hätte Benarja auch anders geheißen nämlich Enterron und Enterron ist der lateinische Begriff für Verdauungstrakt also den Darm.
00:07:58: Also da hat man sich dann doch für ein anderes Wort entschieden.
00:08:02: Gleich zu Beginn stoßt eigentlich, oder tritt einen Mann in dem Vordergrund der uns auch bis zur epochalen Pleite begleiten wird nämlich Kenneth Lay.
00:08:13: Lay ist selbst promovierter Foxwirt hat auch im US-Innerministerium gearbeitet und war – das ist ein richtiger Punkt ganz eng verzahnt mit jenen Behörden die sich Energieregulierung beschäftigt haben und dementsprechend auch auf der ganz klaren Seite der D-Regulierer.
00:08:34: Er war
00:08:34: ein
00:08:36: Galter sehr charmant, exzellent vernetzt eben auch in die US-Administration, sei es republikanisch aber auch demokratisch.
00:08:45: Ein großer Golf-Buddy damals war ja der frühere US-Präsident Bill Clinton.
00:08:55: Und wie gesagt ein geborener Netzwerker.
00:08:59: Leih hatte aber auch wirklich Glück mit dem Timing, wenn es um diese Version ging, denn gerade die Achtzigerjahre war eine Phase an dem eine starke Deregulierung des amerikanischen Erdgasmarktes einsetzte.
00:09:12: Vorher galt man feste Preise, aber auch damit feste Lieferbeziehungen.
00:09:16: Also klassisch monopolistisch strukturiert danach freie Preisbildung.
00:09:21: Aber freie Preispunkten war auch damit verbunden dass Volatilität in den Märkte einherrschte und das ist natürlich dann eines der späteren Geschäftsmodelle die eine große Rolle also das Menschen von Volatidität und damit auch Risiko.
00:09:36: eines der großen Wachstumstreibern von Enron Warm oder vermeintlichen Wachsomstreiber Älum selbst besaß dann zu diesen Zeitpunkten das größte Pipeline-Netz in den Vereinigten Staaten und es war wieder auch schon gesagt ein langweiliges Geschäft, ein Geschäft mit sehr dünnen regulierten Marschen.
00:09:54: Das war zwar solider aber es war eben auch ziemlich fahrt.
00:09:57: Und deswegen hat der Leih einen thirtyzehnjährigen Berater von McKinsey ins Haus geholt nämlich Jeffery Skilling.
00:10:08: Skilling selbst war Harvard Absolvent hochintelligent, extrem selbstsicher in seinen Auftreten und er war auch als sehr ungeduldig charakterisiert.
00:10:17: Und er bringt eine zentrale Idee mit die den Konzern verändern wird nämlich die Idee heißt Gasbank also Gas Bank.
00:10:24: das geht so.
00:10:25: Gasprozenten haben ein relativ großes Problem nämlich sie wissen ja nicht was ihr Gas in fünf Jahren wert ist das Prinzip der freien Preisbildung.
00:10:37: Das gehen wir in den letzten Jahren auch sehr gut bei uns in Europa.
00:10:41: Jetzt nochmal in die neunziger Jahre zurückgehend, Gasabnehmer etwa Kraftwerke haben das selbe Problem in die andere Richtung.
00:10:48: Die wissen dann nicht was das Volumen betrifft, was sie dem Markt bereitstellen und das typische Spiel zwischen Marktangebot und Marktnachfrage.
00:10:59: In dieser Mitte zwischen Angebot und Nachfrage stellt sich Enron, Enron kauft langfristig ein, verkauft langfristig weiter und verdient an der Spanne.
00:11:10: Enron wird sozusagen zu einem Intermediär wie eine Bank nur dass die Einlagen aus Erdgras bestehen.
00:11:17: Diese Idee funktioniert sehr gut!
00:11:20: Enron wir zum größten Gashändler Nordamerikas will auch das ändern und seine Bücher umstellt.
00:11:27: Und hier kommen wir zu einem ganz zentralen Begriff, nämlich Mark-to-Market-Binanzierung.
00:11:34: Das kennen wir, löse ich ja auch noch vor dem Jahr zwölfhundzehn, als ein Anleimarkter einiges passierte und auch dieses Mark to Market Prinzip voll einschlugt, nämlich das bewerten von Anleien ging es damals.
00:11:46: aber dann gehen wir nochmal zurück zum Mark To Market Prinzip.
00:11:49: was bedeutet das Ganze?
00:11:50: Es ist nämlich der eigentliche Kern nach der Geschichte neben einem Finanzverstand, der auch noch sehr kreativer war.
00:11:59: Normalerweise verbucht man Gewinne ja dann wenn sie entstehen.
00:12:03: Wir schließen zum Beispiel ein zwanzig Jahresvertrag ab und Jahr für Jahr füß Geld Cash und Jahr Für Jahr steht ein Stück Gewinn in der Bilanz so will man annehmen.
00:12:13: bei Mark to Market dreht sich das ganze Prozede herum.
00:12:16: Man stellt etwas im Vertrag über zwanziger Jahre insgesamt Wert sein kann und rechnet es auf den heutigen Bauwert Das ist ein scheiner Punkt, den ganzen Gewinn sofort mit dem Tag als die Unterschrift unter dem Jahrzehntsvertrag gesetzt wurde.
00:12:34: Und die US-Börsenaufsicht, die SSE genehmigt der Enron dieses Verfahren im Januar two Jahre bei Enron für das Erdgashandelsgeschäft.
00:12:46: Bei liquir gehandelten Finanzinstrumenten ist er das ganze durchaus vertretbar.
00:12:50: Es gibt einen Marktpreis, den man ablesen kann, einromt, dehnt aber dieses Prinzip dann Schritt für Schritt auf Dinge aus die eigentlich mit dem genuinem Geschäft keine Verbindung mehr hatte und auch dementsprechend eine ganz andere Markkondition vorherrschten.
00:13:07: So der Gewinn eines.
00:13:08: Dies entsteht jetzt nicht nur durch Erfüllung an Sicht sondern er entsteht durch Annahmen nämlich ich muss Annahmen treffen bevor man diesen Deal abschließt und man kann sich jetzt durchaus daraus auch ableiten, was das Ganze für die Incentivierung des Managements oder der Händler betrifft.
00:13:29: Nämlich der Bonus hängt davon ab wie mehr solche Verträge markto-market abgeschlossen werden, desto höher werden noch die Bohnen erzielt.
00:13:38: Und wenn ich jetzt unterstelle dass der Gaspray ist zum Beispiel aus den Fünften bei sieben Dollar liegt statt bei fünf Wie im Jahr, wird mein Deal auf dem Papier hoch profitabel und bekomme dieses Jahr einen sehr dicken Schick.
00:13:54: Auf der anderen Seite, ob es wirklich für das Jahr ist, tatsächlich sieben Dollar sind, ist eigentlich jemand anderes Problems.
00:14:00: Vermutlich arbeite ich auch dann längst nicht mehr für Änderungen!
00:14:04: Gut, das war eigentlich das Mark-to-Market-Prinzip und da ist ja immer so weitergegangen bei Enrom.
00:14:09: Möchtest du, Louis vielleicht auch etwas über die Kultur der Unternehmenskultur, die doch auch sehr speziell war?
00:14:15: Bei Enrom eingehen beziehungsweise... davor gesagt, ist auch noch ergänzen.
00:14:19: Ja Clemens du hast das Market oder die Marketermarket Bilationsmethodie gut erklärt.
00:14:26: vielleicht kann man das ja nochmal so ein bisschen in Zahlen abbilden.
00:14:30: wenn also beispielsweise Enron einen Energievertrag mit einem Abnehmer geschlossen hat und zwar einen Energie Vertrag über zwanzig Jahre Laufzeit dann üblicherweise es dann ebenso dass die Umsätze So gebucht werden wie sie dann eben auch zu fließen oder zumindest wenn die Rechnung gestellt werden.
00:14:50: Und das war nicht der Fall, sondern hier wurde abgeschätzt wie viel dieser Deal letztendlich über die Gesamtlaufzeit bringt und dann dementsprechend beispielsweise sind eben hundert Millionen Dollar, also habe ich eben hunderte Millionen Dollar Umsatz gemacht.
00:15:06: Und Clemens wie du gesagt hast die Summe letztendlich ist natürlich einer gewissen Beliebigkeit preisgegeben weil insbesondere bei Variablenverträgen hängt die Summa dann an den künftigen Preisen Klammer auf die niemand kennt.
00:15:23: so dass die eben geschätzt wurden und das pietet natürlich dann eine enorme Spanne an Möglichkeit hier diesen Umsatz zu bewerten.
00:15:32: Und ob da jetzt fünfzig Millionen sind, hundert Millionen oder Hundertfünfzig Millionen?
00:15:37: Das liegt dann... im Auge des Betrachters.
00:15:40: Und hinzu kommen wir noch weitere Parameter wie Kündigungsmöglichkeiten, ob man die integriert oder eben nicht also die Möglichkeit das ja ein Kundereinfarter kündigt, Diskontierungsfaktoren etc.
00:15:55: Also vor dem Hintergrund, wir sehen es und das ist halt die Besonderheit an dieser speziellen Form der Market-to-market Bilanzierung Sie gewährt einen enormen Spielraum.
00:16:06: Ja, das war ja so das eine.
00:16:09: Clemens hat sehr gesagt die SEC hat ja Enron das ganze erlaubt.
00:16:14: Das war im Jahr twointzig für das Erdgas-Geschäft.
00:16:18: aber das Problem war dann eben nicht allein die Methode sondern diese Methode kamen ja zur Anwendung in einer Unternehmenskultur.
00:16:28: Das hat sich auch angedeutet wo das gewünschte Ergebnis immer wichtiger wurde als die tatsächliche ökonomische Realität Und nicht ganz unschuldig daran waren eben tatsächlich die.
00:16:40: Neunzigerjahre, vielleicht hätte sich das in einem anderen Jahrzehnt ganz anders entwickelt.
00:16:44: Aber was passiert in den neunzig- neunzigen Jahren?
00:16:47: Enron wächst auf der einen Seite immer weiter.
00:16:49: ja wir haben Gas Wir haben Strom, wir haben international Kraftwerke.
00:16:53: Ja du hast gesagt als Investmentbank für Energie so Finanzprodukte.
00:16:59: Dann kommt eben Telekommunikation und Breitband dazu.
00:17:02: Enron Broadband Services soll Bandbreiten Kapazitäten ähnlich handelbar machen wie Gas Strom.
00:17:10: und spätestens da sind wir eben unmittelbar in der Börsenwelt, der Späten-Ninzeinten-Neunziger angelangt.
00:17:17: Denn jetzt passt das was Enron macht perfekt in den Zeitgeist!
00:17:22: Enron ist nicht mehr der langweilige Pipelinebetreiber.
00:17:25: Enron is so eine Mischung aus Technologie, Internet, Plattform, Ökonomie, Telekommunikation... Und obwohl es den Begriff damals meins noch nicht gab steht Enron plötzlich für.
00:17:41: Das führt auch dazu, dass Enron sechs Jahre hintereinander zu America's Most Innovative Company von Fortuna gekürt wird.
00:17:51: Und dann schließlich auch die Aktie im Jahr zweitausend, genau genommen in August zweitausend ein Höchstkurs von neunzig Dollar und seventy-fünf Cent erklimmt.
00:18:03: Auch das ist natürlich kein Zufall.
00:18:06: Das ist sogar einer der Punkte, die für die gesamte Geschichte entscheidend ist.
00:18:09: Denn der Höhepunkt hier von Enron fällt nahezu exakt mit dem Höhelpunkt einer der größten Börsenmanin der Geschichte, der Börsengeschichte hier zusammen.
00:18:21: Clemens wir können jetzt auf der einen Seite gucken nochmal die internen Unternehmenskultur.
00:18:26: oder wir gucken uns mal das Börseunfeld an unmittelbar vor dem Crash.
00:18:31: Ja vielleicht sehst du auch also über das Bösenunfeld dass dir da schon selbst auch als... Privatanleger am eigenen Leib miterlebt hast, auch was die Stimmung damals war.
00:18:39: Ich kann mich an eine gute Anekdote aus einem Podcast mit dir früher erinnern wie alle bei der Bundeswehr damals den Technitex verfolgt haben.
00:18:48: Das freckt schon ganz gut auf dem Punkt aber diese Mani ist sehr positiv geschwängert die Zeit.
00:18:54: Aber vielleicht lasst man das und ich würde dann auf die doch sehr spezielle Unternehmenskultur bei Änderon noch ein Wörtchen verlieren.
00:19:01: Ja, sehr gerne und das eine hängt ja dann auch mit dem anderen zusammen.
00:19:04: Und wenn wir uns mal in das Börsenklima der damaligen Zeit versetzen... Das war ja also selbst in Deutschland völlig abgehoben!
00:19:11: Der Deutsche entdeckt die Aktie was du eben schon angesprochen hast.
00:19:15: Leute, die sich noch nie für Börse interessiert haben Die hocken plötzlich stundenlang vor NTV-Teletext seit ich glaube zwundert.
00:19:24: eins war es wo dann so die internationalen Börsenkurse dargestellt wurden Und der Höhepunkt war spätestens dann erreicht, als die Bildzeitung dann titulierte Wir werden alle reich.
00:19:34: Ich kann mich auch erinnern an eine damalige Zeit das Leute eben um neue Emissionen zu zeichnen Dutzende Bankverbindungen eröffnet haben um hier die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen Eine Zuteilung zu bekommen Die damaligen Emission am neuen Markt.
00:19:51: Die waren ja hemmungslos überzeichnet.
00:19:53: Der Nähmark war ja seinerzeit ein neuer Marktindex, der dann ein paar Jahre später eingestampft worden ist nachdem er über neunzig Prozent verloren hat.
00:20:02: Also wir haben eine zweite Hälfte insbesondere im Jahr die geprägt ist von einer Börsenmanie aber eben auch dem gewaltigen technologischen Optimismus.
00:20:14: Wir haben auf deiner Seite das Internet Auch wenn es hier mit Modem funktioniert hat.
00:20:20: Ich kann mich auch noch einmal einen ersten Internetanschluss dagegen.
00:20:22: Entweder das Internet mit der K-Mode oder das Telefon, nicht beides gleichzeitig... Der Mobilfunk kam auf, wurde bezahlbar.
00:20:31: Glasfasernetze kam auf.
00:20:33: PCs verbreiteten sich langsam auch in Privathaushalten.
00:20:39: Die Globalisierung natürlich drückte die Preise.
00:20:43: Also auch die Lebenswelt war ja mit dem Fall der Mauer sehr optimistisch geworden.
00:20:48: Wir erinnern uns unser Titel wie Fukuyama's Ende der Geschichte.
00:20:53: Das heißt also, wir haben ja eine Melange die sich natürlich selber verstärkt hat aus gesellschaftlichem Optimismus technologischen Optimismus und natürlich dann auch monetären Optimismus.
00:21:03: Weltweit stiegen die Aktien über Jahre.
00:21:06: insbesondere die Technologie-Aktien entwickeln sich ähnlich explosionsartig wie in den letzten Jahren.
00:21:12: der Nestec erreichte im März zwei tausend sein Höhepunkt.
00:21:17: unternehmen wurden teilweise mit Billarden bewertet obwohl sie kaum umsetzen das recht keine Gewinne erzielten.
00:21:24: Die Vorstellung lautete auch bei ernsthaften Ökonomen daran kann ich auch noch sehr, sehr gut erinnern und auch an Diskussionen mit Kommilitonen tatsächlich die tatsächliche Meinung waren dass im Prinzip das alte die old economy ist tot und es wird eine ganz neue Form von Wirtschaft geben und in dem Zuge haben sie natürlich auch der Begriff von die Wahrnehmung von Risiken völlig verändert.
00:21:47: Komplexität wurde nicht mehr so als Wahnsinn wahrgenommen, sondern zum Qualitätsmerkmal übrigens genauso wie die Cash Burn Rate.
00:21:55: also das Unternehmen.
00:21:56: Geld verbrannt wurde nicht negativ gesehen, sondern positiv weil es bedeutete ja viel Investitionen, viel Innovation und dementsprechend künftig ein noch höherer Wert.
00:22:08: Die Geschäftsmodelle wurde ja irgendwann auch nicht mehr hinterfragt, sondern alles was ein Punkt kommen irgendwo hat oder irgendwas mit Internet zu tun hatte war eben per se gut und kam ja auch noch, dass sowas wie Internet oder Telekommunikation und ähnliches ist jetzt auch nicht für jedermann unbedingt verständlich.
00:22:27: Also es war nicht unbedingt klar was diese Firmen so machen.
00:22:30: wer ein Geschäftsmodell nicht versteht kommt dann irgendwann vielleicht auch auf die Idee.
00:22:34: das ist vielleicht nicht mehr auf die idee meine ich dass das Geschäfts-Modell das Problem ist sondern denke vielleicht naja bin bisschen aus der zeit gefallen oder nicht intelligent genug oder ich verstehe es mich oder dieses neue Paradigma kann ich zwar auf betriebswirtschaftlicher Ebene nicht mitspielen aber eben an der Börse.
00:22:51: Und hier muss man eben sagen, dass Enron in diesem Kontext es virtuos Verstand aufzuspielen.
00:22:58: Ja und ziemlich virtuose oder wild ging es auch bei Enron innerhalb des Unternehmens zu.
00:23:04: ein Exkurs vielleicht noch ganz kurz ja einen ganzen Kurzer nämlich zum Thema.
00:23:10: ich verstehe ein Geschäftsmodell nicht möchte gar nichts vorweggreifen aber da hatten wir vor einigen Jahren auch ein prominentes Beispiel aus Deutschland mit österreichischer Beteiligung ganz weit oben.
00:23:21: Aber gut, so viel sei schon mal vorweggeschickt.
00:23:24: dazu kommen wir glaube ich nachher.
00:23:25: noch einmal jetzt die Kultur von Andron kann als äußerst kompetitiv und aggressiver beschrieben werden.
00:23:33: es gab die berühmte rank and yank Kultur.
00:23:36: Das würde wahrscheinlich jeden Staff Council, also Betriebsrat, die Grausbären aufstehen.
00:23:42: Auf gut vienerisch.
00:23:44: Nämlich was bedeutet das?
00:23:45: Ändern war keine Trading Booter aber natürlich durch diesen Handel.
00:23:50: und wenn man all diese... Man will es heute wahrscheinlich Arbeitgeber-Promotion Videos nennen, wenn man sich anschaut.
00:23:58: Diese Videos waren halt geprägt von Maskelinität natürlich aber auch von Testesteron im Handelsraum und diese Kultur dürfte scheinbar damals sehr gewirkt haben am Arbeitmarkt, nämlich Enron hatte zwar sogar ein Wert gerüst was ich eben nachhinein als durchaus amüsant liest.
00:24:21: Nämlich mit drei zentralen Werten Respekt, Integrität Kommunikation und Exzellenz.
00:24:29: Es gab sogar einen gedruckten Ethikkodex mit sixty-fünf Seiten, den jeder Mitarbeiter bei der Einstellung bekam.
00:24:37: Übrigens diese Ethikkodex Bücher sind heute noch immer auf Ebay heiß begehrt.
00:24:42: Was aber ein zentrales Element der Unternehmenskultur
00:24:46: war,
00:24:47: nämlich das Rank and Yank Principle kennt man vielleicht auch noch aus den Consultingzeiten von früher, nämlich Performance Review.
00:24:55: Und diese Performance Refuse wurden sogar einen eigenen Komitee abgehandelt, zweimal im Jahr.
00:25:00: Da wurden alle Mitarbeiter von ihren Kollegen bewertet und in eine Rangliste sortiert also das Rank.
00:25:07: Jetzt kommen wir zum Yank.
00:25:09: die unteren zehn bis fünfzehn Prozent wurden umverteilt.
00:25:13: was heißt das weniger euphemistisch im Enron-Vokabel für unverteilt, nämlich sie haben genau zwei Wochen Zeit gehabt sich intern innerhalb des Unternehmens einen neuen Job zu suchen aufgenommen zu werden in einer anderen Stelle innerhalb des Unternehmen.
00:25:30: danach waren sie draußen und deswegen hat man intern dieses System Rank & Yank genannt.
00:25:35: Das heißt eigentlich wenn man es plump übersetzt einstufen und rausweisen.
00:25:41: Was damals auch sehr begehrt war, war das Autokennzeichen WLOC.
00:25:47: Was auch für Selbstverständnis einiges sagt nämlich WLOZ stand für World's Largest Oil Company.
00:25:54: dann eins zwei drei vier fünf vier nach dem was du heute für einen Nummer erwischt hast als deinen Autokannzeichen beantragt hast.
00:26:02: So wir kommen jetzt in die Jahre des Rausches.
00:26:04: Du hast es auch schon erwähnt diese Zeit war begleitet von der Ausdehnung des Geschäftsmodells auf unterschiedlichste Spaten.
00:26:13: Es war aber auch eine Zeit, wo ein gewisser Andrew Festhau Finanzvorstand wurde und Festhauer damals, es waren thirty-six Jahre, er war brillant im Umgang mit Finanzstrukturen, aber auch tief davon wird so eignet glaube ich.
00:26:27: So weit lege ich mir aus dem Fenster.
00:26:28: das Bilanzen für Financial Engineering Eingestaltungsspielraum par excellence waren Du hast auch von Enron online gesprochen, also internetbasierte Handelsplattformen.
00:26:39: Wenn man sich eigentlich das alles so vorgegenwärtig löst da wurde Gas, Strom, Kohle Stahl, Zellstoff und eben auch Breitbandkapazitäten gehandelt später übrigens auf Wetterderivate.
00:26:50: Das war ja durchaus sehr originell zur damaligen Zeit.
00:26:53: Und du hast auch erwähnt mit den innovativsten Unternehmen Amerikas im Fortune-Magassin das sechsmal im Serie sogar.
00:27:00: Aber es gab auch schon stehen, wenn man genauer hingeschaut hat die im Rückblick ganz geht weil dem Werbeslogen des Konzerns natürlich ask why.
00:27:09: Frage nachdem warum?
00:27:11: Schon einmal nicht nur bei Börsenjournalisten sondern auch bei den einen oder anderen Hedgefonds-Manager Fragen evozierte nämlich erstens war ja Enron nicht nur auf den US-amerikanischen Markt Spezialisiert, sondern auch international tätig und da gab es ja auch ein Prästitschprojekt in Kabul das liegt in Indien.
00:27:30: Ein Gaskraftwerk was für rund drei Milliarden US-Dollar errichtete seine unvorstellbare Summe zur damaligen Zeit.
00:27:36: Dieses Kraftwerk wurde dann heute wirklich aber leider gab es keinen zahlungsfähigen Abnehmer.
00:27:41: auf der anderen Seite nämlich der indische Bundesstaaten dem es errichtet wurde konnte sich den Strom schlichtweg nicht leisten.
00:27:49: Auf der anderen seite wenn wir schon mit internationalen Terror sind.
00:27:52: im Bereich Wasser haben sie sich engagiert und da sind Großbritannien, also die Vessex-Worder übernommen haben.
00:27:58: Und daraus in Neuern sich eine eigene Tochter an die Börse bringen wollten.
00:28:03: Die Idee war quasi alles was man mit Gas machte und mit Kohle und Co wollte man eben dann auch auf Wasser umstellen oder sich weiter in eine andere Branche diversifizieren.
00:28:14: Das ist halt leider nicht gegangen mit Wasser und nämlich Wasser ist ein lokales hoch reguliertes Geschäft und dementsprechend so auch die Tochter Gesellschaft über den Jahr dann gegangen, wenn wir schon beim Wasser sind.
00:28:25: Und da drittens das Blockbuster-Thema.
00:28:27: Louis, wenn du mich so fragst eigentlich eine extreme Invasion wo er auch wenige Jahre später doch dann einiges entstanden wirst.
00:28:35: du, weil ich dir das Wort Blockbuster hinwärfe genauer darauf eingehen wollen?
00:28:41: Ja, das ist tatsächlich eine der tragischsten oder ironischen Geschichten eigentlich aus diesem ganzen Enron-Komplex.
00:28:49: Das betrifft eben Blockbuster also jene Videokette oder Videothekenkette die damals noch zu den ganz großen Namen der Unterhaltungsbranche gehörte.
00:29:00: Wir erinnern uns Dunkel wer früher einen Film und Demand haben wollte Der musste halt eine Videothek aufsuchen.
00:29:08: Enron wollte auch das Geschäft revolutionieren Und zwar gemeinsam mit der Firma Blockbuster wollten die einen Video-On-Demand-Service anbieten.
00:29:18: Also im Grunde ein Streamingdienst, nur eben Jahre vor Netflix.
00:29:23: Die Idee klickt ja aus heutiger Sicht sogar erstaunlich modern.
00:29:28: Das Problem war ihm nur das Geschäft funktionierte seinerzeit noch nicht.
00:29:33: Die Technik war noch nicht ausgereift und daher das kommerzielle Modell ist nicht erfolgreich.
00:29:39: Es wurden da zwar über eine Konstruktion namens Project Braveheart hieß es insgesamt Hundertelf Millionen Dollar an Gewinn ausgewiesen, dreinfünfzig Millionen Dollar im vierten Quartal zweitausend allein weitere achtundfünfzehn Millionen im ersten Quartals zweitausend eins.
00:29:56: Die SEC bezeichnet das später als Scheingeschäft ohne wirtschaftliche Substanz und das ist schon mal so.
00:30:01: ein kleiner Vorgeschmack auf das Grundproblem.
00:30:04: Enron verdiente eben teilweise Geld nicht dadurch, dass ein Geschäft erfolgreich war sondern verdiente Geld bilanziell, indem man eben eine optimistische Vorstellung über die Zukunft hier in einen aktuellen Buchwert verwandelt.
00:30:19: Aber irgendwann dann braucht man immer neue Geschäfte und immer neue Gewinne erzeugen zu können.
00:30:24: aber dieser Episode rund um Blockbuster und Video und Demont zeigt eigentlich sehr schön.
00:30:29: In dem speziellen Fall waren einfach ein paar Jahre der Technik und der Geschichte letztendlich voraus.
00:30:35: wäre die Idee Gereift zu einer Zeit, wo es die Technik schon gegeben hätte.
00:30:40: Dann wäre das tatsächlich ja nicht nur der Rettungsanker gewesen für Enron sondern der rendite Treiber und tatsächlich eine Cashmaschine schlecht hin.
00:30:52: Ja und dieses Geschäftsmodell hat dann ein anderes Unternehmen mit dem Namen Netflix revolutioniert um sich von einem DVD-Verleih in Richtung der größten Streaming-Batform der Welt entwickelt.
00:31:07: Möchtest du noch uns eine Episode im Bereich Special Purpose Vehicles oder Special Purposesetities berichten, die ja dadurch aus beim ganzen Katzen- und Mauspiel eine Heu spielt?
00:31:22: Nämlich Gewinne.
00:31:24: Die ist gar nicht gehabt!
00:31:25: In der Tat denn im Kern bestand das Problem von Änderungen oder Beihänderungen aus drei Sachen also.
00:31:33: erstens das haben wir schon gesagt Änderen verbuchte teilweise erwartete zukünftige Gewinne in der Gegenwart, also letztlich viel zu früh und nach einem sehr variablen Ansatz.
00:31:47: Das Zweite ist allerdings ergänzend wurden Verluste und Schulden in Zweckgesellschaften teilweise ausgegliedert.
00:31:55: Und der dritte Punkt ist, die Konstruktion funktionierte allerdings nur so lange wie die Enron-Aktio hoch bewertet blieb.
00:32:03: Ja und da müssen wir uns eben nochmal die Zweckgesellschaften angucken.
00:32:07: Und was ihn schon erwähnt, die zentrale Figur ist hier eben der Finanzvorstand der Andrew Fester unter seiner Führung.
00:32:14: Da entstanden eben zahlreiche Zweckgesetzschaften sogenannte Special Purpose Entities.
00:32:20: Da geisterten dann so Namen wie LJM-I, LJm II oder die sogenannten Reptors durch die Gegend.
00:32:28: Die wurde dann später auch berüchtigt.
00:32:30: Die Grundidee ist erstmal vollkommen legal und auch üblich und Unternehmen nutzen solche Konstrukte bis heute.
00:32:37: allerdings wurden sie eben bei Änderungen gezielt dazu verwendet vermögenswerte Risiken und Schulden so zu strukturieren dass eben die wirtschaftliche Realität in den Konzernzahlen nur unzureichend sichtbar wurde.
00:32:49: und besonders bemerkenswert ist eben, dass der Festo ihr als Finanzvorstand von Enron ihm gleichzeitig einige jener Partnerschaften mit denen Enron dann Geschäfte machte.
00:33:01: Hier leitete... Und hier muss man kein Bilanz-Experte sein um ein gewaltiges Interessenskonfliktproblem zu erkennen.
00:33:12: Finanzvorstand des Börsen und Unternehmenssitzern gibt es auch auf beiden Seiten des Verhandlungstisches.
00:33:17: Und hier ganz berühmt waren dann die sogenannten Kapttorgesellschaften.
00:33:22: Das heißt, Enron besaß Beteiligungen deren Kurse eben schwanken und wenn so eine Beteilligung im Wert sank, dann hätte eben Enron Verluste ausweisen müssen.
00:33:32: also wurden eben Konstruktion geschaffen diese Verlust vermeintlich absichern sollten.
00:33:37: Problem war hierbei eben dass die Gegenpartei wirtschaftlich nicht wirklich unabhängig war und die finanzielle Stärke dieser Gegenparteien wiederum auf dem Wert der Enron-Aktie basierte.
00:33:48: Das ist im Prinzip so, als kann man sich das vorstellen in deinem Haus gegen Feuer versicherst und die Versicherung hinterlegt als Sicherheit eine Hypothek auf genau dieses Haus.
00:33:58: also wirklich so.
00:34:00: Kreisgeschäfte ja und solange nichts passiert sieht das Ganze eben Stabil aus.
00:34:07: Um im Bild zu bleiben, wenn aber das Haus brennt dann verschwindet ja auch gleichzeitig die Sicherheit des Versicherers und am Ende war es dann auch genau diese Zirkularität, die in unserem Verhängnis wurde.
00:34:17: Irgendwie
00:34:18: erhebt mich das gerade an was ja?
00:34:19: Was so aktuell mit Kreislauf so ein Kilometer umgeht... Aber ich weiß nicht genau, was ich denke.
00:34:25: Kann's im Video sein oder irgendwie so in die Richtung AI?
00:34:29: Egal!
00:34:30: Lass mal das Wir wollen ja da nicht mit einem Fuß im Hefen sein, was wir dafür Vermutungen aufstellen.
00:34:34: Aber es ist schon sehr interessant wie du nämlich das auch nennst diese Intransparenz zwischen den einzelnen Raptor-Gesellschaften und dann noch etwas dazukommen, dass der Andy Fester euer auf beiden Seiten saß.
00:34:46: Einerseits war er Finanzverstand bei Enron, bei der Mutter und auf die anderen Seite war er dann in... diesen legendären Special Purpose Entities, Weggesellschaften ja auch selbst auf der Managementseite eine ich sie auch LGM die war ja benannt wenn es noch richtig in Kopf hat nach seiner Frau und seinen beiden Söhnen.
00:35:05: Und der gute Andy Fester war ja auch jemand der muss man sagen lassen wahrscheinlich sehr hohe Reputation von außen ihm bescheinigt wurde.
00:35:14: er wurde nämlich vom CFO weil wir sehen im Jahr der USA gekürt und er selbst verdiente eben auch an beiden Vehikeln, ganz gut nämlich dutzende Millionen Dollar.
00:35:28: Interessantes Detail am Rande das fässt aber in einen dieser Raptor Gesellschaften ja überhaupt auf dem Tisch als Match sitzen konnte.
00:35:38: Das war ja internet bekannt, ne?
00:35:40: Nämlich das Sport of Directors indem wir nicht nur es ist ein anderes System muss man vielleicht auch kurz erklären für uns ist er bekannt eine Achsengesellschaft besteht aus drei wichtigen zentralen Organe, einerseits wir das aktuelle Rad, dass zur Hauptversammlung oder Generalversammung zumindest einmal im Jahr geladen werden.
00:35:57: Dann haben wir den Vorstand mit dem Finanzvorstand, natürlich mit dem Vorstandsvorsitzenden und allen anderen.
00:36:04: Vorstandsentatis gibt ja die CXOs und dann haben wir natürlich den Aufsichtsrad als die Kontrollinstanz.
00:36:12: In Amerika ist ein bisschen anders als in einem sogenannten Tier One System.
00:36:15: Dort verschmilzt der Aufsichtsrat mit dem Vorstand, wie wohl wird aber schon auch unterschiedlich.
00:36:21: ein bisschen Board of Directors.
00:36:23: Da gibt es eben die Executives, ja?
00:36:25: Die eben eine zentrale Rolle, operative Rolle einnehmen vom Finanzvorstand das Gilling was also beispielsweise Chief Operating Officer und da Kenneth Lay war der CEO der Chief Executive Officer.
00:36:38: So auf der anderen Seite in diesem Board Of Directors sind auch unabhängige oder vermeintliche Unabhängigen Directors darin.
00:36:45: Das kennt man ja auch, wenn man sich so ein Board of Directors ansieht.
00:36:50: Wenn ich es noch richtig in den Kopf habe zum Beispiel bei einer John Deere auch der Vorstand vom Canadian National drinnen sieht zu arbeiten und man ist ganz sicher aber kann man sich anschauen, dass auch das CEO von Microsoft, der Satya Nadella sitzt in unterschiedlichen Board Of Directors.
00:37:06: Dass diese Unabhängen die eigentliche Kontrollfunktion herausnehmen sollen oder ausfüllen sollen.
00:37:12: Was hat dieser Spot of Directors im Falle von Andy Fastow gemacht?
00:37:16: Na ja, sie hat zweimal sogar ausdrücklich den eigenen Ethik-Codex, wo eben diese Interessenskonflikte zum Thema gemacht wurden und auch explizit damit eigentlich ausgeschlossen wurde, dass so was geht.
00:37:27: Ja da wurde er zweimal dieser Ethikkodex ausgesetzt!
00:37:31: Wir nähern uns jetzt schon zeitlich den großen Fall von Enron... ...den tiefen Fall.
00:37:37: Ich möchte aber noch auf eine kurze Episode eingehen, weil es durchaus auch einen Bezug hat zu Österreich.
00:37:42: und da wandert der Fokus vom mittleren Teil Amerikas von Houston in Texas Richtung Westküste, Richtung Kalifornien.
00:37:52: Und Kalifornie war in der Zeit Mitte Ende der neunziger Jahre gerade dabei den eigenen Strommarkt zu deregulieren, das war aber sehr halbherzig.
00:38:01: Warum?
00:38:02: Halbherzig!
00:38:03: Die Einkaufspreise sind zwar frei in der Preisbildung die endkunden Preise aber gedeckelt.
00:38:08: und dieser... doch eigentlich sehr offensichtliche Konstruktionsfehler, wenn man von einer Liberalisierung der Märkte spricht.
00:38:15: Der spielt natürlich jeden findigen Händler mit einem funktioniertem Taschenrechner in die Hände.
00:38:20: Nämlich ein oder andere Händlers nutzen das systematisch aus.
00:38:23: Die internen Namen für ihre Strategien um diese Abitrage auch abzugreifen haben mittlerweile... berühmt, berüchtigt der Death Star Fatboy Gad Shorty um einige der interessanten Telefonate oder Vokabeln die er dafür genutzt wurde zu zitieren.
00:38:40: Und vereinfelt gesagt buchte man eben Übertragungskapazität die man nicht brauchte um Einpassgebühren zu kassieren oder andersherum.
00:38:48: man explodierte den Strom aus Kalifornien und verkaufte ihn teuer zurück als Für Apö in Kalifornien buchstäbig die Lichter ausgingen und sogenannte rollende Black Outs der Fall waren, aber auch die großen lokalen Versorger beim Grott gingen war auch ein Gouverneur.
00:39:07: Der politisch das ganze nicht überlebte.
00:39:09: und da komme ich jetzt zur Brücke zu Österreich.
00:39:11: Er folgte ein Österreicher nach als Gouverneur, sogar ein Republikaner in einem exaktivdemokratischen Bundesstaat, nämlich Arnold Schwarzenegger.
00:39:21: Und das war eine Episode eigentlich wo er irgendwann wahrscheinlich schon noch einen kleinen Stückchen dazu beigetragen hat ja dass zumindest, ich glaube Gary Davis war sein Name dieser Governor also Gouvernee von Kalifornien abgewählt wurde weil kurzzeit Nachdem Enron schon beim Gott war, die Mitschnitte der Händladelefonate von Enron öffentlich wurden und in denen machten sich auch die Händler quasi lustig über den Großmütter, dem man das Geld abgenommen hat.
00:39:48: Jetzt kommen wir zum großen Fall von Enrom.
00:39:51: und da sind wir eigentlich der Medienseite ganz stark relativ früh auf gewisse Ungereimtheiten oder Verständnis lücken hingewiesen haben.
00:39:59: Und ich glaube ganz zentral, dass hier eine Person nämlich Bethany McLean ja die mit ihren Titel damals im Fortschermagazin übrigens in der Sabre-Magazin das sie einen Ron sechs Jahre in Folge gefeiert hat als das innovativste Unternehmen Amerikas und der Titel einer mehrteiligen Story war is Enron Overpriced also ist Enron zu teuer.
00:40:18: Das zieht eigentlich sehr stark auf die Bewertung damals von Enron.
00:40:21: Nur so zur Einordnung, Enron hat da damals den Höchstkurs von ca.
00:40:25: Neunzig US Dollar und die Frage von McLean klingt sehr banal aber eigentlich schlussendlich dann tödlich nämlich die Frage lauter denn wie genau den Enron Geld verdient?
00:40:37: Sie hat sich die Geschäftsberichte durchgelesen und auch festgestellt, dass man daraus eigentlich nicht schlau geworden ist.
00:40:42: Und die Reaktion aus der Unternehmenszentralen Houston war heftig.
00:40:46: Skilling war für ein Telefon unethisches Verhalten vor und legte einfach auf.
00:40:52: Scheinbar hat sie mir doch beschäftigt nämlich er hat dann darauf den Festau und weitere Meinscher nach New York in die Redaktionsstunden von Fortune-Geschicht um die ganze Redaktion noch umzustimmen.
00:41:02: Zur selben Zeit hat auch der Lehrverkäufer Jim Chenos auf fallende Kurse gesetzt.
00:41:08: Da auch wieder Leerverkäufer, die Shorties und Schwarzäler auf der anderen Seite, die dann durchaus als berehnenden Kräft in den ganzen Spiel mitwirken um.
00:41:17: Er hat jetzt kein Geheimwissen gehabt aber... Aus den öffentlich zugänglichen Pflichtveröffentlichungen gingen jetzt nicht hervor wie Enron eigentlich das Geld verdienen konnte, so sind es mit dieser Höhe.
00:41:30: Und er hat dann ganz eine banale Rechnung aufgestellt, nämlich dass die Kapitalrondit die enrone Wirtschaft tatsächlich unter dem eigenen Kapitalkosten lag und damit eigentlich Enron auch wert vernichtet und ehrlich verstehen konnte, Decke ging.
00:41:47: und dann habe ich jetzt noch einen Briten im Brunnen, wieder aus der Medienbranche, den Analysten Richard Grobmann, der in einer Telefonkonferenz im April two-thausend-eins fragte, warum Eindring als einiges Unternehmen dieser Größe in S&P Five Handels keine vollständige Bilanz mit Gewinn-und Verlustrechnungen sowie auch einer Kapitalflussrechnung also Cashflow Rechnung zum Glattalsergebnis vorlegt.
00:42:12: Und Skilling hat ihn... Verlaufen der Kammer oder bei laufender Leitung in diesen Earnings-Call beschimpft?
00:42:18: Louis, wie hat er denn den Richard Rubman bezeichnet?
00:42:22: Vermutlich hat er ihn belegt mit einem wenig schmarchelhaften Esshol.
00:42:28: Genau!
00:42:29: Das war für einen doch im Vorstand des sindgrößten Unternehmens der Vereinigten Staaten doch sehr... Ja, ein Begriff, den man wahrscheinlich nicht so in die Mund nehmen würde.
00:42:40: Wenn wir die Containers behalten hätte.
00:42:43: Auf jeden Fall ist dieser Aishole Saga also auch im dem Sinne legendär weil sich die Händler daran eigene T-Shirts gedruckt haben ja mit dem Schimpfwort mit Ask Why Aisholes?
00:42:55: Zwischenzeitig muss man ja auch sagen der Aktienkurs brückelt ja von dem hoch bei über neunzig Dollar.
00:43:02: Anfang zwei tausend eins war er bereits bei achtzig dollar.
00:43:07: Da hat es ja gesagt, da begann sich die Stimmung zu verändern.
00:43:10: Das war ja letztendlich auch der Anlass warum die Bethany Magline diesen legendären Artikel geschrieben hat.
00:43:17: und jede gute Geschichte braucht er jetzt endlich ein Kind was auf den Kaiser zeigt und dann sagt er ist ja nackt und das war eben dieser Artikel is Enron Overpriced.
00:43:30: danach ging's schon recht kaskadenartig im August.
00:43:35: der Jeffrey Skilling als Vorstandschef zurück.
00:43:40: Wer das amtisch durch inne hatte, offiziell aus persönlichen Gründen und der Kenneth Lay übernimmt wieder die Führung, die Aktien zu dem Zeitpunkt doch weiter gefallen.
00:43:50: Und es kommt auch eine Person ins Spiel, nämlich Sharon Watkins.
00:43:54: Die arbeitet selbst bei Enron und warnt Kenneth Lay intern vor den Bilanzierungsmethoden und den Zweckgesellschaften, also die hatte frühzeitig erkannt als interne dass da irgendwas nicht mit stimmt.
00:44:08: Und sie wird später zu einer der bekanntesten Whistleblowerin der amerikanischen Wirtschaftsgeschichte.
00:44:15: aber wie du gesagt hast das Unternehmen beruhigt ja weiterhin Mitarbeiter in Öffentlichkeit.
00:44:19: Aber jetzt haben wir einen Zustand von dem ich vorhin gesagt hatte dass er beziehungsweise, dass der entsprechend hohe Aktienkurs ja Voraussetzung war damit dieses Konstrukt funktioniert.
00:44:30: Das war auch der Grund warum das Unternehmen versucht hat hier öffentlichkeitswirksam auf einen guten Aktien-Kurs hinzuarbeiten und das war aber eben mittlerweile nicht mehr der Fall.
00:44:44: also der Aktien Kurs war zu niedrig.
00:44:51: Für das dritte Quartal, ein Verlust von US dollar.
00:44:56: Ausweisen muss den zukommen da noch weitere Belastung von rund einer Milliarde Dollar und kurz darauf wird dann auch noch bekannt dass das Eigenkapital wegen Transaktionen mit Festus-Zweckgesellschaften auch nochmal um US dollar reduziert werden muss.
00:45:16: Da kann man sich dann schon denken, was dann passierte?
00:45:19: Nämlich jetzt kam es analog zur Finanzkrise wenige Jahre später bei den Investmentbanken zur Vertrauenskrise seitens der Anleger.
00:45:33: Also beim Unternehmen des Geschäftsmodells eben auf Handelfinanzierung und Gegenpartei vertrauen beruht ist das halt nicht nur ein weicher Faktor Vertrauen, sondern entscheidet auch über letztendlich Liquidität.
00:45:47: Weil wenn alle Geschäftspartner glauben dass du morgen zahlungsunfähig bist dann wollen sie heute Sicherheit bzw ihre Positionen glattstellen.
00:45:55: die Banken reduzieren dann Kreditlinien Die Rating-Angenturen werden skeptisch, die Finanzierungskosten steigen Investoren verkaufen.
00:46:04: und bei Enron da verstärkten sich all diese Faktoren gegenseitig.
00:46:11: Da kommt jetzt noch eine bemerkenswerte Kuriosität des gesamtenfalls, nämlich der siebzehnte Oktober.
00:46:18: Also einen Tag nach der Bekanntgabe dieser milliardschweren Belastung.
00:46:22: Nachdem das Wall Street Journal auch berichtet hat über die problematischen Geschäfte mit Festus-Partnerschaften also jetzt wird das Ganze offenkundig hatten eben Laut einer späteren Untersuchung des US-Senats sämtliche, fünftzehn erfassten großen Analystenhäuser verändern noch eine Kaufempfehlung abgegeben.
00:46:43: Also fünfzehn von fünfzehnt.
00:46:45: und selbst nachdem Festo am vierendzwanzigsten Oktober sein Posten verliert empfehlen noch zwölf von Fünfzehn Analystien die Aktie weiter zum Kauf.
00:46:54: und Ende Oktober dann eröffnet die SEC eine formelle Untersuchungen.
00:46:58: aber selbst Anfang November bleiben viele Analyste hier noch optimistisch.
00:47:02: Dann geht es aber ab dem acht November ganz schnell, also am achten November.
00:47:08: da erklärt Enron das die Jahresabschlüsse sieben neunzig bis zweitausend sowie die ersten beiden Quartale zwei tausend eins nicht mehr verlässlich sein ja Zitat.
00:47:19: Das heißt da mussten dann Gewinne Rückwirken reduziert werden.
00:47:23: nun versucht sogar ein Konkurrent nämlich dein edgy Enron zu übernehmen.
00:47:29: Also das scheint tatsächlich sogar für kurze Zeit eine Rettung möglich, aber jetzt wird auch die Bonität herabgeschuft bis auf Rammschniveau und Deine Agee zieht sich halt als potenzieller Investor zurück.
00:47:43: Und damit ist der Spiel ausgespielt.
00:47:46: und am zweiten Dezember two-thousand eins da beantragt Enron Gläubigerschutz nach Chapter Eleven Im August zwei tausend noch neunzig doller fünf in der siebzig Cent gekostet hatte, die ist jetzt praktisch wertlos und innerhalb weniger Monate ist damit eines der innovativsten angesehensten und größten Unternehmen Amerikas kollabiert.
00:48:11: Ja und bevor es am zweiten Dezember zweitausender Eins noch zu Ende war wurde sogar noch ein Preis von Enrom verliehen den Sie jedes Jahr verdienen haben Nämlich für herausragende Verdienste um das Gemeinwohl.
00:48:23: Und im November des Jahrhunderts mit dem Zusammenbruch ging dieser Preis an den damaligen West-Notenbankchef Ernst Greenspan.
00:48:31: Das war nicht die letzte Kuriosität, aber was kann man danach?
00:48:35: Das ist vielleicht noch seine Frage, weil wenn wir von Änderungen sprechen dann sprechen wir auch von zwanzigtausend Beschäftigten weltweit, die ihren Job verloren.
00:48:42: allein in der Unternehmenszentrale Newston waren es vier und halb tausend Menschen, die damals ihren Job verwandt haben.
00:48:48: Besonders bitter war die betriebliche Altersvorsorge, die in den Vereinigten Staaten sehr stark über den Kapitalmarkt auch abgedeckt wird.
00:48:57: Weil an sich die Staatlich-Version äußerst gering ist und diese berühmten vor WMK Pläne waren dann leider wenig Nummer wert.
00:49:07: Die Plänen von Enron waren auch sehr stark mit Enron Aktien gefüttert.
00:49:10: da wieder diese Konzentrationsrisiko um bei dem Bild zu bleiben.
00:49:15: Die Hütte abbrennt, dann brennt leider auch die Basis des Vorwohn-K Plans der einzelnen Mitarbeiter quasi ab.
00:49:23: Das Tragische ist auch während die Chefitäten in der Lage waren noch frühzeitig Änderung und Aktien im Herbst zu verkaufen, ist das ausgerechnet im Oktober Jahrzehnteines nicht mehr gegangen weil es eine Sperrfrist gab, weil wiederum Änderungen den Planverwalter also den Asset Manager gewechselt hat der diese Forum K-Pläne für Enron verwaltet hat.
00:49:47: Und wer eben verkaufen wollte, konnte dies wochenlang nicht tun.
00:49:51: Es gab auch noch eine andere Pleite im Zusammenhang mit Enron die in die Geschichte eingehen, nämlich einer der damals fünf großen Prüfungsgesellschaften.
00:50:00: Heute reden wir nur von dem Big Four... Davon, der für das Big Five verantwortet war eigentlich Arthur Andersen selbst.
00:50:07: über eighty-fünftausend Mitarbeiter weltweit wurde zwei tausendzwei wegen Behinderung der Justiz angeklagt und verurteilt.
00:50:14: Grund nämlich war in den Wochen vor dem Zusammenbruch waren in Büroräumlichkeiten von Arthur Anderson massenweise Unterlagen geschreddert worden.
00:50:24: Die Firma verlore daraufhin auch ihre Prüfungslizenz und soviel doch zehntausende Menschen diesen Fall die mit Änderungen nie etwas zu tun hatten verloren ihre Arbeit.
00:50:33: Interessante Fusenote, der Oberste Gerichtshof der USA dieses Urteil einstimmig auf und zwar wegen fehlerhafter Rechtsbelehrung der Jury.
00:50:42: Das Problem war da existierte Averändersten schon gar nicht mehr nämlich so weil ich mich erinnern kann der Prüfungs-Teil in der Prüffensgesellschaft in Deutschland zum Beispiel ging an Ernst & Young.
00:50:55: die verbleibenden Big Four waren dann eben Ernst and Young KPMG, PricewaterhouseCoopers.
00:51:02: Und jetzt stellt sich die Frage, was wurde denn eigentlich aus den drei zentralen Persönlichkeiten von Enron?
00:51:09: Die drei Hauptverantwortlichen.
00:51:11: Da haben wir eben mal Andrew Festauer, der Finanzvorstand, der bekannte sich schuldig, sagte gegen die anderen raus und verbüßte rund sechs Jahre Haft.
00:51:19: Interessant ist ja er hat damals Grundzeugengewägelungen für sich in Anspruch genommen Und heute dritter übrigens bei Compliance-Konferenzen auf und spricht über Ethik.
00:51:30: Interessant dabei ist auch, er hat immer zwei Dinge dabei wenn er auf dem Podium steht nämlich einerseits seine Gefängnisausweis und auf der anderen Seite die eben besagte Auszeichnung als Finanzverstand des Jahres.
00:51:42: Zwei Objekte sagt er für ein und dieselbe Tätigkeit erhielt.
00:51:46: Dann der zweite im Bund Jeffrey Skilling, der wurde in den Jahren In nineteen Anklagepunkten verurteilt und zu vierundzwanzig Jahren Haft nach einer Entscheidung des Supreme Courts, die einen Teil der Angleichkonstruktion beschnitt wurde.
00:52:01: Die Strafe im Jahr zweihundertzehn auf vierzehn Jahre reduziert und Anfang zweitausendneunzehn kam er frei.
00:52:09: Und der dritte und auch der, der am längsten beendron an der Führungsspitze stand nämlich Kenneth Lay Der wurde im Mai, in sechs Punkten schuldig gesprochen.
00:52:20: Er war übrigens auch der, der mit Skilling immer behauptet hat er hat keine Ahnung von Buchhaltung.
00:52:23: Dafür gibt es ja den Ende Festau, der dafür verantwortlich ist.
00:52:27: Auf jeden Fall sechs Wochen später nämlich im Juli, also im Mai des Sechs wurde er für Schuldig gesprochen aber im Julich, im Urlaub in Colorado an einem Herzinfarkt und das auch noch bevor er eben sein Strafe dann angetreten hat.
00:52:43: Und interessanterweise nach amerikanischen Recht, das war mir so auch nicht bekannt wurde es seinen Schulspruch dadurch vollständig aufgehoben so als hätte es das Verfahren auch nie gegeben was noch eine interessante Veränderung war.
00:52:57: in dieser Zeit also wir haben ja hier twohundeins.com Blase geplatzt Wir hatten auch Nine Eleven die Amtschläge Trade Center in New York Und zu dieser Zeit, als George W. Bush US-Präsident war und der schrieb beim Juli, nämlich in Reaktion auf Enron aber auch Wordcom den sogenannten Serbians Oxley Act.
00:53:21: Wenn man im Unternehmen arbeitet selbst an einer US-Börse notiert kennt man sicher das Kürzel dazu, nämlich SOX.
00:53:27: Dieses Gesetz zwingt Vorstandschefs und Finanzvorständen mit ihrer persönlichen Unterschrift für die Richtigkeit der Bilanz zu haften.
00:53:36: Es schuf auch eine eigene Aufsichtsbehörde für Wirtschaftsprüche, die gerade aktuell aber in Diskussion ist ob man sie nicht abendet bzw.
00:53:44: in die SSE rein integriert und das Verbot Wirtschaftsprühfern ihre Prüfmandate gleichzeitig umfassend zur Beratung anzubieten.
00:53:53: Das war ja auch ein Thema bei R for Anderson.
00:53:55: R for Andersen war jetzt nicht nur Wirtschaftspricher sondern auch Unternehmensberater.
00:54:01: auch den anderen noch existenten Big Four, da gibt es einenseits die Wirtschaftsprüfung und auf der Anseite mit Unternehmensberatungen sind zwei im sich getrennte Unternehmersteile.
00:54:10: Und wenn man eben Wirtschaftsprüfer bei einem Unternehmen A ist davon dort in der Regel nur sehr begrenzt Beratungsmandate ausführen.
00:54:20: Ein letzter Punkt oder sind wir auch beider Sharon Watkins ja?
00:54:24: Es wurde ein umfassender Whistleblower-Schutz mit diesem Sorbrans Oxley Act eingeführt.
00:54:30: Gut,
00:54:31: dann würde ich sagen nachdem wir schon sehr weit in der Zeit fortgeschritten sind Louis gehen wir in unsere Moral der Geldgeschichte.
00:54:40: Ich habe ja die Morale-Geldgeschichte in einem Punkt zusammengefasst aber ist ein deutlich längerer Punkt.
00:54:45: deswegen bevor ich hier in dem Monologue eintauche vielleicht einmal deine wesentlichen Punkte und wenn du selbst auch einige mitgebracht hast dann vielleicht lass es uns einfach dazwischen reinverbacken.
00:54:56: Unbedingt sind diesmal auch mehr als drei, weil die Geschichte einfach so viel hergebt.
00:55:00: Aber ich bemühe mich da durchzugehen.
00:55:04: Also Lektion Nummer eins ist eigentlich ganz banal kaufen kein Unternehmen das du nicht verstehst.
00:55:09: Das ist jetzt insbesondere eine Lehre aus den neunziger Jahren.
00:55:14: Gerade wenn sich alle für Börse interessieren in der Manie, dann entsteht auch ein gewisser sozialer Druck hat ich ja vorhin auch erörtert.
00:55:21: Alle anderen scheinen hier einen Unternehmen zu verstehen, Analysten erklären warum es großartig ist, der Aktienkurs steigt und irgendwann entschied an der Gedanke naher.
00:55:28: Wenn ich das Geschäftsmodell nicht verstehe, hatte ich ja von Ihnen gesagt, liegt das wahrscheinlich an mir Ja aber wenn du nach einer Stunde Beschäftigung mit einem Unternehmen immer noch nicht erklären kannst womit es eigentlich sein Geld verdient Dann kann das ein sehr guter Grund sein die Aktien einfach nicht zu kaufen und sich gegen diesen Druck zu sperren.
00:55:47: Zweitens Cashflow schlägt Story, Enron meldet immer wieder beeindruckende Umsätze und Gewinne aber die Qualität dieser Zahlen war doch eben problematisch und das ist auch einer der Gründe warum ich bei Unternehmen immer auf den Cashflow Schaul gewinne enthalten.
00:56:06: Schätzungen sind noch eine Steuerrechtliche Größe, weil wir haben da Abschreibungen drin, Abgrenzen und Annahmbewertungen.
00:56:15: Aber Cash ist eben deutlich manipulationssicherer und vor allem irgendwann muss ein erfolgreiches Unternehmen auch tatsächlich Geld erwirtschaften.
00:56:25: Ja, Lektion Nummer drei Komplexität ist ein Risiko.
00:56:29: es gibt zwar komplexe oder Unternehmen die komplex sind und funktionieren das jetzt.
00:56:34: also Komplexkeit an sich ist jetzt kein Anlass Betrug zum Wittern, aber Komplexität reduziert eben die Fähigkeit zur Kontrolle.
00:56:42: Je mehr Zweckgesellschaften ich habe, der rivarte Bewertungsmodelle, Konzern, interne Transaktionen desto stärker bist du eben angewiesen auf das was das Management so reportet und dann kaufst du nicht nur ein Geschäftsmodell Sondern bei Komplexität, letztendlich das Vertrauen auf die Aussagen reinauf die Aussage weil du dich in der Lage bist das ansonsten nachzuvollziehen.
00:57:11: Übrigens war das auch der Grund warum Warren Buffett später ich glaube zwei Jahre später war es nach der Pleite Derivate auch als Massenvernichtungswaffe bezeichnet hat.
00:57:19: und das war eben einer der Gründe war ihm die Enron-Pleite.
00:57:22: Lektion Nummer vier Interessenskonflikte sollte man immer ernst nehmen.
00:57:26: ja der Festo der war im Finanzvorstand bei Enron und gleichzeitig an den Gesellschaften beteiligt, mit denen er innere Geschäfte machte.
00:57:34: Das hätte tatsächlich schon skeptisch machen können gilt natürlich auch auf Ebene von Analysten und Investmentbanken und Prüfungsgesellschaften.
00:57:43: wenn ich auf der einen Seite ein Unternehmen berate auf einer Seite die Testdata ausstelle ist eben auch ein Interessenskonflikt gegeben.
00:57:51: Interessenkonflikt bedeutet natürlich nicht, dass automatisch gelogen wird.
00:57:54: Aber ein Interessenskonflik ist auch eben nichts was man gar nicht beachten sollte.
00:58:00: Lektion Nummer fünf Falle sich niemals auf eine einzelne Kontrollinstanz.
00:58:05: Also die Wirtschaftsprüfer haben doch testiert, die Rating-Agentur, wir haben Investmentgrade gegeben, die Analysten sagen alle kaufen, institutionelle Investoren sind auch drin.
00:58:14: Alle diese Aussagen waren ja bei Enron zu unterschiedlichen Zeitpunkten zumindest immer richtig.
00:58:19: trotzdem ging das Unternehmen pleite.
00:58:21: keine dieser Institutionen kann die eigene Risikosteuerung ersetzen.
00:58:27: Also wir sehen es ja da in dem Fall, Wirtschaftsprüfer machen Fehler, Analysten können sich ihren oder vorhin im Herdentrieb, Ratingagenturen reagieren zu spät, die Form Manager können auch falsch liegen bzw orientieren sich an Indizes und selbstverständlich kann man selber ja auch falsch legen und deswegen ist Risiko-Management wichtiger als die Frage was hat die Kontrollinstanz gesagt?
00:58:49: Und gibt es Dritte?
00:58:54: Ja, solchen Kauf dann rechtfertigen.
00:58:56: Ja, Lektion Nummer sechs eigentlich auch ganz banal.
00:58:58: Diversifikationen schützt vor all den unbekannten Wachjaben die ich eben aufgezählt habe ist vielleicht in dem Fall die wichtigste Lektions.
00:59:06: denn keiner hätte sich mit Änderen auseinandersetzen müssen und den Gesamtbetrug im Vorhaus verstehen müssen.
00:59:14: man hätte je Reptas nicht analysieren müssen oder die Geschäftsberichte lesen.
00:59:19: Ein einziges Instrument hätte hier Anleger vor dem Totalverlust geschützt, nämlich Diversifikation gilt übrigens insbesondere für die Angestellten auch von Enron.
00:59:28: Ja und wenn eben Enron zwei Prozent eines Depots ausgemacht hätte und auf Null gefallen wäre was ja auch der Fall war dann ist das bestenfalls ärgerlich.
00:59:37: aber du merkst es nicht großartig.
00:59:39: Wenn allerdings Enron sechzig Prozent deiner Altersvorsorge ausmach zudem eventuell noch dein Arbeits einkommen Dann ist natürlich sowas eine Katastrophe.
00:59:49: Und deswegen ist die Resifikation ja keine Methode zur Rendite Maximierung, sondern eben zur Begrenzung der Folgen des eigenen Nichtwissens.
00:59:59: und das ist ein ganz wichtiger Punkt auch hier wieder parallel zu deutschen Pleiten wo es dann auch immer wieder Fernsehberichte gibt von einzelnen Anlegern, die dann einen Großteil ihres Vermögens in Vertrauen auf den deutschen Platz ist oder die Technologiefirma da reininvestiert haben und dann vor dem Scherbenhaufen ihres Vermögens stehen.
01:00:22: Bei Wirecard war das ja beispielsweise auch so der Fall, gab es einen Brüntenfernseebeitrag wo dann eben Rentner fast weinend vor der Kameraschstand und den Großteil seines Vermögen verloren hatte.
01:00:32: Ja und Lektion Nummer sieben, auch hier geht die Richtung Universifikation.
01:00:36: Nämlich Humankapital und Finanzkapitalen niemals unnötig koppeln.
01:00:40: das gilt eben für Mitarbeiteraktien.
01:00:42: wenn ein Einkommen bereits von dem Unternehmen abhängt besitzt es dann ohnehin schon wirtschaftlich eine große Disposition in dem Unternehmen.
01:00:49: Dein Arbeitsplatz deine Karriere eventuell auch hier Bonuszahlungen vielleicht auch die betriebliche Altersvorsorge.
01:00:54: Wenn du jetzt noch einen Teil deines privaten Vermögens in Aktien dieses Unternehmens investierst dann konzentrierst ja das Risiko noch mehr.
01:01:03: Und wenn das Unternehmen schlecht geht, dann fällt möglicherweise die Aktie der Bonus verschwindet im schlimmsten Fall eben auch den Arbeitsplatz.
01:01:10: und genau das haben zahlreiche Enron-Mitarbeiter erlebt.
01:01:13: Wie gut das System Enron funktioniert hat, das hat man ja auch daran gesehen dass es mittlere Management bis zum Schluss überhaupt keine Ahnung hatte wie fragil das Unternehmen eigentlich ist.
01:01:26: Lass mich auch noch zu dein letzten Punkt zum Rad den Geschichte ergänzen neben dem seine Altersversorge anlegt als auch das Arbeitgeberrisiko, dass man ja irgendwann einmal nicht mehr bei den Beschäftigten ist weil das Unternehmen pleitegeht.
01:01:40: Auch vielleicht dann eine dritte Komponente wenn man zufällig dann auch noch bei einem Unternehmern arbeitet in dieser Region hervorstechend ist.
01:01:46: In Houston war es ein bisschen anders aber da steckt man sich vor.
01:01:48: Houston liegt zum Beispiel in Wolfsburg oder wo und dort dementsprechende Immobilienpreise wahrscheinlich dann auch relativ rasch nach unten putzen.
01:01:57: also die dritte wesentliche Komponenten für Der privaten Wohlstand, nämlich das Thema der Immobilien auch dementsprechend oder Eigenheim-Immobilier an Wert verliert.
01:02:10: Gut, dass zum Thema Komulrisiko als Ergänzung.
01:02:13: Ich habe mir für die Moral der Geldgeschichte auch was überlegt.
01:02:20: mehr in einen Kontext zu setzen, nämlich zu einer Theorie auch interessanterweise ein Jubiläum feiert.
01:02:27: Nämlich fünfzig Jahre die sich sehr stark mit der sogenannten Principle Agent oder zu Deutsch, Prinzipal und Agenten-Theorie auseinandersetzt, ja also diesen Konflikt heraus.
01:02:38: Und dieser Aufsatz wurde eben vor fünfzig Jahren geschrieben.
01:02:42: das heißt aber nicht dass ich schon davor ekonomen als Wissenschaftler mit diesem genuinen Konflikten beschäftigt haben.
01:02:51: Nun, warum Änderung?
01:02:52: Ich finde das ist ein Lehrbuchfall für diesen Prinzipial-Argentenkonflikt.
01:02:57: und um was geht es da eigentlich?
01:02:58: Nein, das ist im Wesentlichen ein Deligationsproblem.
01:03:01: Ein Auftraggeber oder ein Eigentümer der Prinzipale nennt man ja auch immer in Engelschnie.
01:03:07: auch das zugrunde liegende Investment ist ja das Principle.
01:03:10: Der beauftragt einen Agenten, in diesem Fall das Management, um in seinen Interesse zu handeln und wir Aktionäre, die dem Management eben das Vertrauen schenken, kennen das ja auch nur zu gut.
01:03:22: Der Agent verfolgt aber vielleicht auch eigene Ziele und weiß über seine Arbeit mehr als der Auftraggeber bzw.
01:03:29: was auch den Auftrag Geber mitgeben möchte.
01:03:32: Und weil er prinzipiell nicht alles beobachten kann entsteht ein Spielraum für Eigennutz, entsteht einen Spielraum Zu grosses Firmenimperium, das vielleicht auch noch eine krimine Risikoversion hatte.
01:03:47: Übliche Bonusvergütung an den Tag legte oder im Extremfall dann eben auch Betrugbeginn.
01:03:53: Jetzt ist diese Beachtung schon selbst relativ alt Nämlich der Gottvater der Ökonomie, nämlich Adam Smith.
01:03:59: Der hielt schon in seinem Werk der Wohlstand der Nationen Im Jahr siebzehn Sechsund Siebzig diesen Grundwerk fest, dass die Direktoren von Aktiengesellschaften ja fremdes statt eigenes Geld verwalten und es deshalb kaum mit derselben ängstlichen Sorgefalt hüten wie ihr Eigentümer ihr eigenes.
01:04:17: Das wurde dann auch noch weiter verfolgt wo auch diese Trennung von Eigentum- und Kontrolle in amerikanischen Großkonzernen thematisiert wurden.
01:04:26: Und da kam es aber wirklich im Jahres legendären Schrift von Michael Jensen und William Mackling, nämlich The Fury of the Firm Manage Your Behavior Agency Costs and Ownership Structure das im American Journal of Financial Economics publiziert wurde.
01:04:44: Und sie beschrieben das Unternehmen als Geflicht von Verträgen, also ein Bründel vom Verträgenden und den sogenannten Agenturkosten.
01:04:51: Als Summe aus den Überwachungskosten des Prinzervors.
01:04:54: Den Kosten der Selbstbindung des Agenten und dem verbleibenden Wertrisen oder Residualrisiko besteht.
01:05:00: Und dieser Aufsatz geht doch immer heute als einer der meist jährten Arbeiten in der Finanzökonomie und bis weit über hundertfünfzehntausend Zitierungen.
01:05:08: Wichtig ist hier, dass wir uns eigentlich auf drei zentrale Themen konzentrieren.
01:05:14: Nämlich eben gesagt die Überwachungskosten des Principles – wie manifestiert sich das in einem Unternehmen?
01:05:18: Diese Agency Costs, das ist eines der Wirtschaftsprüfer und das ist der Aufsichtsrat, der dann auch beschickt wird mit externen Mitgliedern.
01:05:26: Das sind die ganzen Kosten, die für laufendes Controlling anfallen, für Reporting wieder raus generiert werden die auch wieder interpretiert werden, die korrigiert werden müssen.
01:05:35: Man kennt das ja vielleicht ganz gut aus der eigenen Konzernwelt.
01:05:38: dann die Signalisierungskosten des Agents alles was er tut um Vertrauen zu belegen.
01:05:43: da gibt es eine Zertifizierungsbranche damit entstanden ist diverse Garantienversicherungen und natürlich auch das eigene Kapital.
01:05:49: was im Spiel ist Und wie gesagt was noch immer bleibt ist das sogenannte Residualrisiko oder Residuaalverlust den Rest an Schaden dem man eigentlich auch bei der besten Überwachung nicht weg bekommt.
01:06:00: Jetzt gibt es eigentlich nur vier Aspekte, die ich aus der Moral eigentlich mitgeben möchte.
01:06:03: Die bei jeder Prüfung des Agenten durch den Prinzipall zu beleuchten sind.
01:06:08: Die sogenannten Hidden Characteristics.
01:06:10: Ich kenne die Eigenschaften des Agentens vor Vertragsschluss schlichtweg nicht und die Folge ist eben eine adverses Direktion.
01:06:17: Vielleicht so ein Beispiel der Gebrauchtwagen dessen Mängel nur der Verkäufer kennt?
01:06:22: Dann als zweiter Aspekt die Hidden Action.
01:06:24: Ich sehe nach Vertragschluss nicht was der Agent wirklich tut.
01:06:29: Hat mir auch schon das eine oder andere Mal in den Geldgeschichten die sogenannten Moralhassard- oder moralische Risiko.
01:06:36: Der dritte Aspekt Hidden Information, ich sehe die Handlung kann sie aber nicht beurteilen weil mir einfach das Fachwissen fehlt.
01:06:42: ja deswegen habe ich auch den Agenten behofftet.
01:06:44: ein bekanntes Beispiel dass vielleicht einer oder andere höre auch kennt der Mechaniker sagt mir dass die Bremsscheiben raus müssen und dass die ausgedauscht werden muss.
01:06:52: denke jeder der sein Risikomanagement heute wächst und der Kontrolle hat, wird diesen Vorschlag zustimmen.
01:06:59: Um zuletzt die Hütten intenschen ich erkenne erst hinterher dass ich in einer Abhängigkeit zum Agenten stecke.
01:07:06: Es gibt eben diese Standardwerkzeuge den man einführt bessere Informationen unter Prüfung durch Realporting besser anreizen Variable Vergütung Beteiligung bessere Kontrolle Der Aufsichtsrat Deutsch-Österreichischen oder Continental Europäischen Gesellschaftsrecht aber auch die Regulierung.
01:07:22: Wir hatten schon den Saarbrans Oxley-Act der eine dieser Regulierungsauflagen dann nach Enron beziehungsweise auch nach Worldcom war.
01:07:29: Und zu guter Letzt natürlich auch die Integrität, nämlich wie steht es um die Reputation?
01:07:34: Sei es das Unternehmen, dass man als Agent vertritt aber auch die Reputation des Agenten selbst.
01:07:39: Nun, wie passt das Ganze eigentlich mit Enron?
01:07:42: Ich habe schon gesagt es ist ein Lehrbuchbeispiel.
01:07:44: Naja ganz klar weil bei Enron war ja jeder Aufpasser selbst ein Agent mit eigenen Interessen und das macht sich den ganzen Fall schon sehr interessant nämlich einerseits eben die Wirtschaftsprüfer, die die Aktionäre schützen sollen.
01:07:55: aber von wem wurden sie bezahlt?
01:07:57: vom Vorstand.
01:07:57: Einverhältlich passiert dem übrigen im Jahr zweitausend rund zwanzig Millionen Dollar für die Prüfungshonorare ungefähr auch noch genau dieselbe Summe für die Piraten.
01:08:07: Dann haben wir schon gesagt, die unabhängigen Direktoren im Board of Directors, die den Vorstand die Exektives eigentlich kontrollieren sollten.
01:08:14: Naja ähnliche Mitglieder im Board-of Directors von Enron hatten daneben Beratungsverträge oder Spendenbeziehungen zum Konzern.
01:08:22: Das ist dann auch das selbe Board auf Directors dass den Ethik Codex für FASTO zweimal ausgesetzt hat.
01:08:28: Dann haben wie die Analysten Die Kaufempfehlungen schreiben Du hast es erwähnt Louis Noch bis fast in den Untergang hinein alle Fünfzehnarellisten, die eine Kaufempfehlung aufrecht erhalten.
01:08:39: Die arbeiten dann auch häufig für große Baten, die wiederum mit Änderungen ein lukratives im Westenbengeschäft gemacht haben.
01:08:45: Dann haben wir die berühmten Ratingagenturen, die den Emittenten ja immer bewerten.
01:08:50: Da gibt es halt auch den Konstruktionsfällen und nämlich die Rating-Agenturen.
01:08:53: Und das haben wir dann bei der Finanzkrise des Jahrtausendausends noch eingesehen werden.
01:08:57: In der Regel dann auch von den Beauftragten Unternehmen bezahlt Und dann schlussendlich auch gleichzeitig Agenten und Prinzipale, nämlich die Mitarbeiter.
01:09:06: Die Angestätten und über ihre Altersvorsorge mit der Eigentümer.
01:09:10: Sie hatten aber auch anders als den größten Anreiz nachzufragen, da anseiten auf dem größte Anreize nichts Wissen zu wollen!
01:09:16: Da sprechen wir von einem sogenannten Malta-Prinzip, also Prinzipalkonflikte, die innerhalb des Systems entstehen.
01:09:25: Das kann man sich vorstellen wie ein Kontrollsystem, das aber keine Netzkarte, kein Schutz... Und es war eine Kette von lauter Agenten, die alle nach oben schauften.
01:09:34: Jetzt kann man sich natürlich fragen ist das Thema denn nicht durch diese Incentivierung und durch die Vergütungsprinzipien aussteuerbar?
01:09:42: Hat ja dann vor allem in den neunzehn-neunziger Jahren sehr stark auf diese Aktienoptionsprogramme gesetzt dass man wegkommt vom hohen Grundsalä an, vom hohem Grundgehältern mehr in Richtung Aktienbeteiligung, nämlich Beteiligungen am Unternehmenswert.
01:09:56: Das ist schon richtig!
01:09:57: An und für sich, das wurde auch in der Forschung sehr genau analysiert und diverse Studien dazu veröffentlicht.
01:10:05: Nun gibt es noch ein anderes Thema nämlich wie kommt's denn zur Aktienvergütung zu Aktienoptionen beziehungsweise was sind die Kriterien festzulegen damit man diese überhaupt den Vorstand auszahlt?
01:10:15: Und hier ist halt ganz wichtig dass es eine Beziehung zwischen der Messkennzahl die man hat herstellt, weil man kann zwar Unternehmen ja besten an den diversen sogenannten Schlüsselkennzahlen, sogenannten Key Performance Indicators.
01:10:31: Allerdings wenn diese denn anreizt zum Beispiel auslösen dass ich möglichst viele Mark to Market Geschäfte an Land ziehe hat das eigentlich dann wenig zu tun mit einem langfristigen Anstieg des Unternehmens wert diesen Sinne was man halt auch jedes Bonosystem auf seine Kennzeilen prüfen und das lege ich auch selbst.
01:10:49: Jeden ans Herz sich eben also ein Vergütungssystem, dass ja das schöne an börsenglisseten Unternehmen sich selbst ansieht bei jeder Zielvereinbarung, auch bei der eigenen.
01:10:59: vielleicht fragt, was genau wird hier gemessen über welchen Zeitraum?
01:11:03: Und was passiert mit dem, was sich nicht messen lässt beim Innenraum wie sich der Abschluss zwar messen aber die kassenwirksame Erfüllung eben nicht.
01:11:11: Und hier sind wir bei dem Punkt.
01:11:13: Trage nach dem Warum?
01:11:14: Ask Boy!
01:11:15: Ja, sehr schön.
01:11:17: Clemens, dann sind wir nur noch die Frage schuldig wo kann man das denn vertiefend nachlesen?
01:11:24: und ich nehme an auch du hast von der Bethany McLean und den Peter Elkind ganz oben auf der Liste The Smartest Guys in the Room The Amazing Rice and Scandalous Fall of Enron als Englischsprachiges Buch mit knapp fünfhundert Seiten.
01:11:42: Aber da steht schon eine Menge drin.
01:11:45: als zweites Buch noch mit dabei, Quoteichenwald Conspiracy of Fools A True Story.
01:11:53: auch da geht's in Form eines Wirtschaftskrimis über den Enron-Skandal einigst mit siebenhundert Seiten ziemlich dicker Brocken.
01:12:01: das zweite Buch allerdings gibt es auch in der deutschen Ausgabe unter dem Titel Verschwörung der Narren Der Enron Skandal Eine wahre Geschichte.
01:12:09: Das waren so meine beiden Sachen, hast du noch literarisch ergänzt?
01:12:13: und dazu?
01:12:14: Wer es nicht lesen müsste kann sich auch dem Film anschauen.
01:12:17: Enron The Smartest Guys in the Room von Alex Gipney Den Dokumendafilm.
01:12:21: können wir gerne auf ein Video in YouTube verlinken wo das ganze Video oder die ganze Verfilmung des Buches abgelichtet wird.
01:12:29: Und ich hätte doch einen zweiten Buch nämlich vom Michael Jensen und William Maclin Theory of the Firm, Managerial Behaviour, Agency Costs & Ownership Structure.
01:12:37: können wir auf das Journal verlinken dass im jahre.
01:12:44: So weit ist wie und Dressigste Folge der Geldgeschichten!
01:12:47: Wir freuen uns über Anmerkungen, Fragen, Korrekturen und Wünsche.
01:12:51: nutzt dafür die Kommentarfunktion oder schreibt uns eine E-Mail an contactatgeldgeschichten.info.
01:12:57: Diskutieren könnt ihr mit uns im gleichnamigen Telegram-Kanal zum Podcast unter truppe.geldgeschichten.info und unsere Hitlist auf Spotify könnt ihr unter musik.geldeschichten.Info abrufen!
01:13:11: Und wie immer gibt es alle Angabenverweise auch in der Folgenbeschreibung, könnt ihr direkt in eurer Podcast App nachgucken.
01:13:18: wenn ihr keine Geldgeschichte mehr verpassen wollt dann abonniert unser Format.
01:13:22: das gibt's überall wo das Podcast gibt und selbstverständlich freuen wir uns auch über eine gute Bewertung, denn die trägt zur Verbreitung der Geldgeschichten bei.
01:13:33: Damit verabschieden wir uns von allen Hörern mit dem alten chinesischen Segenswunsch.
01:13:37: Möget ihr in uninteressanten Zeiten leben!